Leitartikel zur Restaurierung

Vorbemerkung: 2010 ließ der Förderverein die hölzerne Taufe in der Dorfkirche restaurieren. Dies ist möglich geworden durch die großzügige Spende eines Mitglieds. Um 1680 hatte Hans Georg III. von Ribbeck die Kirche erweitern, ausbauen und mit einer barocken Ausstattung versehen lassen. Dabei entstand auch die im Laufe der Jahrhunderte übermalte Taufe. Mit der Restaurierung sollte sie insbesondere wieder ihre originale barocke Farbfassung erhalten. Die Taufe wird in der Kirchengemeinde recht häufig benutzt. 2008 wurden 11 Personen durch die Tauffeier in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. 2009 waren es bisher ebenso viele.

Die Taufe in der Dorfkirche Groß Glienicke: Erklärungen zu ihrer Restaurierung

(Kurzvortrag zur Vorstellung des Restaurierungsergebnisses vor der Gemeinde am 25.09.2010)

von Andreas Kalesse (Stadtkonservator Potsdam) *

1. Einleitung

Das hölzerne Renaissancetaufbecken der Dorfkirche von Groß Glienicke konnte im Jahr 2010 dank einer privaten Spende und der Kofinanzierung durch den Förderverein Dorfkirche Groß Glienicke e.V. restauriert werden. Die umfangreichen restauratorischen Untersuchun­gen durch die Restauratoren Frau Kathrin Mikscas und Herrn Janko Barthold, deren Ergeb­nisse in ständiger intensiven Abstimmung und Diskussion mit den Vertretern der Unteren Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Potsdam, Vertretern der Gemeinde und dem Ver­treter des Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologi­sches Lan­des­museum umgesetzt werden konnten, erzielten das im folgenden erklärte Ergebnis der Restau­rierung.

Die Taufe steht als erstes Sakrament am Beginn des Lebens eines Christen. Uns ist allen die eindrückliche Schilderung der Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer bekannt, die den Anfang des Markus-Evangeliums bildet (MK 1, 1-11, vgl. auch Mt 3,5-17). Jesus selbst teilt uns durch die Offenbarung vor Nikodemus mit: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.“ (Joh 3,5). Und als Auferstandener erteilt er den Aposteln den Befehl: „Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Mt 28, 19). Der Taufbefehl steht als Quintessenz am Ende des Matthäus-Evangeliums. Jesus selbst hat allerdings nie getauft (Joh 4 ,2; vgl. auch LANGE 2008).

Die Taufe ist als „Wort-zeichen“ zu verstehen, wobei sich der geistliche Inhalt mit dem äußeren Vorgang, das Gießen des Wassers, verbindet (Jerusalemer Bibellexikon S. 858). Das althochdeutsche Wort „toufan“ meint tief machen, ein- oder untertauchen und das griechische Wort „baptizein“ (βαπτίζειν) meint eintauchen (BEYER 2009, S. 66). In frühchristlicher Zeit wurde die Taufe in einer von der Gemeindekirche getrennten Taufkapelle, dem Baptisterium, vollzogen, welche als Zentralbau über einem Achteck, seltener über einem sechseckigen, elfeckigen, runden oder kreuzförmigen Grundriss errichtet war. St. Gereon in Köln erhielt noch um 1230 eine achteckige Taufkapelle (POSCHARSKY 2006, S. 23; UNTERMANN 2009, S. 106-107).

In der Stadt Brandenburg an der Havel wurde an St. Gotthardt wohl gegen 1472 an das nördliche Seitenschiff eine rechteckige Taufkapelle angefügt (STROHMAIER-WIEDERANDERS 2003, S. 6). Die Dorfkirchen in unserer Region haben keine Taufkapellen mehr. Nicht nur aus theologischen  Gründen waren Taufkapellen erforderlich, da Ungetaufte Kirchen nicht betreten durften, sondern auch aus praktischen. Bis ins 10. Jahrhundert gab es nur Taufbecken aus Holz in Form von Bottichen, in welchen die Täuflinge untergetaucht wurden. In dem Boden der so genannten Taufschale von Kaiser Friedrich I. Barbarossa, um 1160, ist eine derartige Taufzeremonie anschaulich dargestellt (HAUSSHERR 1977, Bd. I., S. 394-396, Kat. Nr. 536, u. VÄTERLEIN 1977, Bd. II., Abb. 223). Nachdem die Kindstaufe im 7./ 8. Jahrhundert allgemein verbreitet und das vollständige Untertauchen des Täuflings aufgegeben war, wurde am steinernen Taufbecken getauft (z.B. Taufbecken im Merseburger Dom von ca.1180); seit 1200 waren Bronzetaufen üblich, von denen sich noch zahlreiche Beispiele in unserer Region erhalten haben (z.B. eine „norddeutsche Fünte“ von 1398 in St. Nikolai in Spandau oder das achteckige Taufbecken von 1457 in der Stadtkirche zu Wittenberg).

Neben dem Taufvorgang hatte das Taufbecken ursprünglich vor allem auch die Funktion des Aufbewahrens des Taufwassers. In der Osternacht und Pfingsten geweiht, musste es das ganze Jahr über sorgfältig verwahrt werden (BAUMANN 2008, S. 74). Das Taufbecken hatte verschließbar zu sein, um es vor Verunreinigung und unberechtigter Entnahme zu schützen (BEYER 2009, S. 67). Die Haube war daher als Verschlusselement weit verbreitet und da sie in der Regel schwer war, konnte man sie oft nur mittels eines Seils über eine an der Kirchendecke angebrachten Rolle oder durch einen Ring hochziehen.

<b>Das hölzerne Taufbecken vor der Restaurierung 2010 in der Farbfassung von 1929 Foto: J. Barthold</b>2. Das Taufbecken von Groß Glienicke

Die Taufe in der ehemaligen Patronatskirche des osthavelländischen Teils der Familie von Ribbeck in Groß Glienicke stellt zusammen mit den anderen Ausstattungsstücken der Kirche eine Besonderheit dar.

Ein Mitglied der Familie von Ribbeck wird 1237 erstmals als Domherr in Brandenburg und als Priester an St. Gotthardt erwähnt. Henricus de Ritbeke erschien als Zeuge in einer Schenkungsurkunde (LANCELLE 1984, S. 18). Georg von Ribbeck (1523-1593), Begründer der osthavelländischen Linie der Familie, erwarb 1572 die Rittergüter Groß Glienicke und Seegefeld. Später kamen noch das Rittergut Dyrotz sowie Besitzanteile aus Dallgow und verschiedene andere Einkunftsanteile hinzu. Für alle Dorfkirchen galten die Patronatsverpflichtungen, welche die Familie von Ribbeck sehr ernst nahm und die Kirchen alle reichhaltig ausstatteten (vgl. SCHULTE 2001, S. 335 ff).

Als 1639 Hans Georg III. (1639-1703), der dritte Stammhalter der osthavelländischen Linie als viertes  Kind geboren wurde, könnte dieses Ereignis der Anlass für die Stiftung dieses Taufbeckens gewesen sein. Die Verbindung der Taufe Hans Georgs III. über diesem Becken stellt Pastor Andreas Biltz in seiner „Gedächtnis-Predigt“ für Hans Georg III. vom 23. Januar 1704 her, indem er auf die Beschriftung der Haube verweist, aber dazu später mehr (vgl. BILTZ 1704, S. 96). Der Vater und mögliche Stifter des Taufbeckens, Hans Georg II. von Ribbeck (1601-1666), ist unterhalb der Kanzel in einem schönen Epitaph dargestellt. Da die Familie zu diesem Zeitpunkt aber auf dem Rittergut Neuendorf lebte, kommt als Stifter wohl eher der 62-jährige Großvater, Hans Georg I. von Ribbeck (1577-1647), in Frage, der zu diesem Zeitpunkt der Patron der Groß Glienicker Kirche war (GNEWUCH 1984, S. 55). Er war vollständig der Renaissance verhaftet: Wir denken dabei etwa an die ebenfalls von ihm gestiftete Kanzel, die eindeutig ein Werk der Renaissance ist, wenngleich unübersehbar von anderer Hand als das Taufbecken gebaut, an die von ihm ebenfalls gestiftete Patronatsloge, die heutige Orgelempore, an sein „Ribbeckhaus“ in Berlin und an die Verteidigung der schmuckvollen und bildreichen Ausgestaltungen der Kirchen gerade in der hiesigen Renaissancezeit durch die sich lutherisch bekennende Bevölkerung. Die heimische Bevölkerung und auch der Adel, so wie er selbst, folgten überhaupt nicht dem Beispiel des Übertritts des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619) zum Calvinismus im Jahre 1613. Die Hohenzollern blieben mit ihrem reformierten bildfeindlichen und schmuckablehnenden Bekenntnis stets in der Minderheit, was eine der Grundlagen für die spätere preußische Glaubenstoleranz werden sollte.

Obwohl für diese Zeit in dieser Kirche der ursprüngliche Standort des neuen Taufbeckens nicht überliefert ist, dürfte aber auch hier dem theologischen Wandel in jenem Zeitraum gefolgt worden sein, die Taufe in der Nähe vom Altar und der Kanzel stattfinden zu lassen (POSCHARSKY 2006, S.26; zum evangelischen Taufverständnis vgl. PINGGÉRA 2008 sowie den linken Seitenflügel des Wittenberger Reformationsaltars, auf dem eine Taufszene dargestellt ist, STREHLE 1995, S. 60-63; CORNEHL 2006).

Das Groß Glienicker Taufbecken ist vollständig aus Holz gebaut, die Kuppa ist achteckig und verweist damit auf das einstige Baptisterium und sie hat eine Haube. In  Taufbecken wird zu jener Zeit schon längst kein Weihwasser für Taufzwecke mehr aufbewahrt; das große Becken und die Haube haben aber immer noch mit dem Verweis auf frühere Zeiträume einen hohen Symbolwert! Zur Zeit der Entstehung des Groß Glienicker Taufbeckens ist es, sowie dessen Fuß, in einem Holzton lasiert gehalten und durch blaue und dunkelbraune, der Architektur folgenden Begleitstriche sowie in den Zwickeln der Arkaden befindliche Kreise streng architektonisch gefasst. Die Füllungsfelder der Arkaden sind mit einem stilisierten Tulpenornament dekoriert. Die Haube ist blau gehalten, weist aber noch keine Tulpenmotive auf. Blau steht traditionell für den Himmel, welches sich aus der Beschreibung des Vorhanges des Tempels in Jerusalem von Flavius Josephus (De bellum Judaicum, V, v, 4) herleitet. Den Vorhang beschreibt er in vier Farben, Scharlach, Weiß, Blau und Purpur, wobei er das Blau als Sinnbild für die Luft sieht (GAGE 1997, S. 130).

Ein Füllungsfeld der Arkaden bei den Freilegungsarbeiten. Rechts ist die Bemalung von vermutlich 1929 erkennbar und links die freigelegte Originalfassung von ca. 1639. Foto: J. BartholdDas Füllungsfeld der Arkaden nach der Restaurierung zeigt die nachgemalte Fassung von ca. 1639 mit den stark stilisierten blauen und erdfarbenen Tulpenmotiven. Die 1681 zugefügten Fruchtgehänge zeigen u.a. links die geschlitzte Feige, Kürbisse sowie die Traube und rechts vor allem Kürbisse. Foto: J. Barthold

Im Zusammenhang mit der Restaurierung des Taufbeckens musste die Haube geöffnet werden, um die desolaten Holzverbindungen fachgerecht in Stand setzen zu können. Dabei stießen die Restauratoren auf eine bis dahin unentdeckte Bleistiftbeschriftung: „Jacob Schultz von (.)oltenstein Anno 1681 ausgebessert den 17. April“. Ob der schwer identifizierbare Anfangsbuchstabe ein „B“, ein „S“ oder ein „H“ ist, bleibt noch zu klären. Auf ihn geht wahrscheinlich auch die Holztaufe in Dallgow 1685 zurück (GNEWUCH 1984, S. 64). Mit der Entdeckung dieser Datierung dürfte die Vermutung gestützt werden, dass das Taufbecken von 1639 stammen könnte, zumindest aber von deutlich vor 1681, denn wenn man einen nicht so häufig benutzten Gegenstand „ausbessern“ muss, hat er schon einige Zeit der Nutzung hinter sich. Die gefundene ursprüngliche strenge Strichführung auf der Arkade und das einfach strukturierte Ornamentbild des Füllungsfeldes weisen ebenfalls deutlich auf eine ältere Zeitstellung hin.

Zwischen 1679 – 1684 wurde die Dorfkirche in Groß Glienicke umfassend umgebaut. Bauherr war Hans Georg III. von Ribbeck, der seit 1669 eine Domherrenstelle in Brandenburg inne hatte (BILTZ/SCHMIDT 1704/2007, S. 118, Anm. 119) und der 1681 zum Dechanten aufrückte, der zweithöchsten Stelle im Domstift. 1683 heiratete er in dieser Kirche in zweiter Ehe die wohlhabende Eva Katharina von Görne geb. Brandt von Lindau (1656-1710) aus dem sächsischen Uradel. Die Familie lebte seit dieser Zeit wieder dauerhaft in Groß Glienicke. Die neue gesellschaftliche und kirchliche Stellung und die finanzielle Verbesserung dürften die Grundlagen für die umfangreichen Veränderungen der Kirche gewesen sein mit einem programmatischen Kircheninnenraum, in dem das Bekenntnis zu Luther unübersehbar ist. In dieser Zeit wurde die alte Holzbalkendecke entfernt, die man sich so vorstellen darf, wie jene in der Dorfkirche von Dallgow allerdings ohne die spätere Bemalung.

Das Kirchenschiff wurde erhöht und das heute noch vorhandene Spiegelgewölbe auf hoher Voute eingezogen, der Turm aufgesetzt, die heutige Empore und die Kanzel mit einer neuen Farbfassung versehen. Die Inschrift an der Unterkante der heutigen Empore bezeugt das: „Anno 1680 hat Herr Hanß George von Ribbeck, des H. Stifts zu Brandenburg Dechand, diese Kirche erweitern und also außbauen und die Cantzell und dieses Kohr mahlen lassen.“ Die bereits vorhandene Kanzel und der „Kohr“, also die ebenfalls schon vorhandene Patronatsloge, die bis 1851 diese Funktion erfüllte und erst danach zur Orgelempore umgebaut wurde, sind  farblich neu gefasst worden. Das Taufbecken wurde 1681 erneuert und abschließend 1684 der Altar errichtet mit dem seltenen Altarbildmotiv „Ecce Homo“ („Seht, welch ein Mensch“; Joh 19,5). In der Predella, dem Untersatz für das Hauptbild des Altars, ist, wie so oft die Abendmahlszene dargestellt. Das ungewöhnliche daran ist, dass sich Hans Georg III. hier 1683 selbst am Tisch des Herrn darstellen ließ (vgl. SCHMIDT – Einleitung zu BILTZ 2007, S. 85). Vorweggenommen findet man das Motiv im 1547 von Lucas Cranach d.Ä. fertiggestellten „Reformationsaltar“ in der Wittenberger Stadtkirche St. Marien, auf dessen Mitteltafel sich die Abendmalszene mit dem am Tisch sitzenden Reformator Martin Luther befindet. Das reformatorische Bildprogramm des Altars entwickelte Cranach zusammen mit seinem Freund Luther (STREHLE 1995, S. 60-63).

 Das Taufbecken im restaurierten Zustand 2010. Foto: Janko Barthold

Das Taufbecken erhielt 1681 das Aussehen, welches wir heute besprechen: Die Farbigkeit wurde gegenüber der Erstfassung vollständig verändert, Fruchtgehänge  an den acht Ecken der Kuppa angebracht und die Haube mit Tulpendarstellungen bereichert. Die Fruchtgehänge haben ihre Entsprechung im Deckenstuck: die Darstellung von Blüten, Blättern und Früchten sind nämlich identisch. Sie stammen unverkennbar aus einer Hand. Der uns aus der Haubeninnenseite inschriftlich bekannt gewordene Jacob Schulz von Boltenstein könnte demnach auch die Stuckatur der Decke geschaffen haben. Restauratorische Untersuchungen des Stucks haben aber keine Belege für Polychromie erbracht, so dass die inzwischen restaurierte Decke in ihrer jetzigen Farbigkeit, einem gebrochenem Weiß, wieder zu dem restaurierten Taufbecken passt. Die Fruchtgehänge, bestehend aus an Akanthusblättern aufgehängten Bündeln aus Blättern, Blüten, Trauben, Kürbissen, aufgeschlitzten Feigen u. a., sind nach Pfarrer BERNHARD SCHMIDT mit dem Satz aus dem Paulus-Brief an die Galater in Verbindung zu bringen (5, 22-23): „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit; gegen all dies ist das Gesetz nicht.“ Die hier dargestellten Früchte haben in der christlichen Ikonographie zudem eine lange Tradition und unterliegen mitunter vielfältigen Deutungsmöglichkeiten. So wird die geschlitzte Maulbeerfeigenfrucht (Ficus sycromorus L.) vom Physilogus (N. 48) mit dem Stigma von Christus verglichen: „Wenn die Maulbeerfeige geschlitzt ist, wird sie am dritten Tage zur Speise. Gleichermaßen unser Herr Jesus Christus, nachdem seine Seite aufgeschlitzt war, ist er am dritten Tage von den Totenauferstanden und wurde Leben und Speise für alle.“ (vgl. ZOHARY 1986, S. 68; SACHS u.a. 1988, S. 132 u. 322). Der Kürbis=Melone (Cucumis melo L.var.chatae Nand.) gilt als Auferstehungssymbol (ZOHARY 1986, S. 86; SACHS u.a. 1988, S. 138) und die Weintraube (Vitis vinifera L.) dürfte hier als Sinnbild der Gemeinde Gottes zu verstehen sein (SACHS 1988, S. 397; ZOHARY 1986, S. 54-55). Aus der fruchtbringenden, vergnügten und von Gott gesegneten Ehe (ANDREAS BILTZ 1704, S.120) gingen sieben Kinder hervor. Es ist davon auszugehen, dass alle Kinder über diesem Taufbecken getauft wurden. Die Arkadenfüllungsornamente, welche aus der Erstfassung der Kuppa damals beibehalten blieben und die heute wieder das Bild in Form von aufgesetzten Kopien das stilisierte Tulpenmotiv erleben lassen, wurden erst 1929 mit einer schwarz grundierten grau gestalteten Pflanzenornamentik überzogen. Die Inschrift im Innern der Taufe lautet: „renoviert Anno Domini 1929 Bruno Gerlach Robert Haslinger Berlin“. Der kelchartige Fuß des Taufbeckens ist 1681 mit einem blaugrundierten ockerfarbenen nagelfreien Beschlagwerkornament verziert worden, welches in der Formensprache noch der Renaissance verhaftet ist.

Wie ausgeführt, ist die Haube ein wichtiger symbolischer Bestandteil des Taufbeckens, weswegen sie stets reich verziert ist. Eine der größten Hauben in Brandenburg dürfte jene über dem Taufbecken von St. Gotthardt sein, die 1621 als dreigeschossige Laterne gestaltet wurde (Fassung von 1904/ 1906). Eine derartig große Haube kann gar nicht mehr bewegt werden, weswegen sie auch dort im Gewölbe der Seitenkapelle fest aufgehängt ist. Die hiesige Haube hatte und hat einen eisernen Stab in der Spitze, der am Ende hakenförmig ausgeformt und an dem ursprünglich ein Seil oder eine Kette befestigt war mit dessen/ deren Hilfe das Hochziehen z.B. über eine Rolle, die an der Decke befestigt war, ermöglicht werden konnte. Nach dem Entfernen der Holzdecke entfiel diese Möglichkeit und das Taufbecken konnte von da ab hin und her gestellt werden und verlor somit seinen ursprünglich festen Standort, den wir z. Z. auch nicht mehr feststellen können. Der funktionslos gewordene oder auch jüngere Haken trägt heute die Taube, das Sinnbild für den Heiligen Geist. Sie könnte aber von dem alten Kanzeldeckel entfernt worden sein, als der Deckel möglicherweise um 1684 komplett ersetzt wurde! Die Taube ist nämlich ein klassisches Kanzelzubehör. Der bekrönende Strahlenkranz des Deckels der Kanzel gehört stilistisch überhaupt nicht zum Kanzelkorb und ist eine spätere Zutat, wie der Deckel selbst und die Rückwand mit dem Christusbild „Salvator mundi“ auch. So betrachtet, ergeben Strahlenkranz auf neuer Haube und Strahlenkranz in der Deckenbemalung zusammen einen Sinn! Dass Taube und Haubenmotive überhaupt vordergründig nicht zusammenpassen, erkennt man auch daran, dass es neben sieben gleichförmigen, ein besonders betontes Tulpenfeld auf der Haube gibt und die Ausrichtung der Taube keinerlei Bezug darauf nimmt! Hier wurden  auf die Haube, in die von Anfang an mit Smalte gefassten acht Felder vergoldete plastische Tulpendarstellungen aufgelegt. Die Tulpen stehen einzeln nach niederländischem Vorbild in einem dickbäuchigen Gefäß, welches durch das verstellende ältere Schweifwerk auf dem Rand des Haubensockels nicht sofort erkannt wird.

Die beiderseits unten aus dem Stil erwachsenen kugelförmigen Gebilde dürften falschverstandene Henkel der Vase darstellen, wie ein Vergleich mit zeitgleichen Darstellungen in Büchern und mit Fliesenbildern zeigt. Die Blüte ist angeschnitten, also geöffnet, sodass man den Fruchtknoten sehen kann, ist aber nach oben wieder geschlossen. Es gibt ein Füllungsfeld, in dem eine Tulpe mit aus der Blüte herauswachsenden weiteren zwei Blüten dargestellt ist. Dieses Feld ist auch größer als die anderen sieben. Mit dieser deutlichen Markierung sollte das Taufbecken wahrscheinlich auf den Altar ausgerichtet sein. Würde man aber heute dessen Aufstellung so vornehmen, würde die Taube an die Wand der Kirche schauen, also weg vom Publikum. Am unteren Drittel der Schäfte der Altarsäulen findet man die Aufnahme des Tulpenmotives wieder. Die Inbezugsetzung zu den Tulpendarstellungen des Taufbeckens ist offenkundig. Geht man aber einmal von einer ganz anderen Aufstellung des Taufbeckens aus, nämlich links vom Altar, wo heute die Patronatsloge steht, und würde man die besondere Tulpendarstellung auf den Altar ausrichten, schaut auch die Taube wieder in die richtige Richtung. Dann wären Tulpendarstellungen und Taube in einem Zuge dem alten Taufbecken hinzugefügt worden. Trotzdem bleibe ich bei meiner Behauptung, dass die Taube von dem alten, heute nicht mehr vorhandenen Kanzeldeckel stammt. Wenn wir hoffentlich die Kanzel bald restaurieren können, werden wir vielleicht eben so viel Überraschendes hören, wie jetzt von dem Taufbecken!

Das Tulpenmotiv von 1681 auf der Haube. Oben ist das einfache Motiv dargestellt, welches sich auf insgesamt sieben Feldern wiederholt. Auf dem achten Feld ist etwas größer die Tulpendarstellung mit einer veränderten Blüte, aus der zwei weitere kleinere Blüten erwachsen, aufgelegt. Da das Blattwerk und das dickbauchige Gefäß bei allen Tulpendarstellungen gleich ist, ist hier nur die veränderte Blüte gezeichnet. Zeichnung: A. Kalesse

Die Tulpe ist wirtschaftlich, künstlerisch, symbolisch und botanisch eine der wichtigsten Pflanzen der Renaissance. In Kirchen findet sie Verwendung, so auch in allen Patronatskirchen des osthavelländischen Familienzweiges derer von Ribbecks. Zwar wiederholt sich das Bild nirgends mehr auf den Taufbecken aber auf anderen Ausstattungsgegenständen. Im Hohelied von Salomon ist sie wahrscheinlich gemeint (2,1.2.16; 4,5; 5,13; 6,2-3; 7,3) auch wenn sie  als Rose, Lilie, Narzisse oder gar Lotus in den unterschiedlichen Übersetzungen bezeichnet wird. Im Abschnitt „Gegenseitige Bewunderung“ heißt es (Hld 2,1): „Ich bin eine Blume zu Saron, und eine Rose im Thal.“ Die Tulpe ist ein Liliengewächs. In der Scharonebene wächst  die rotblühende Scharon Tulpe (Tulipa sharonensis Dinsm.) und das könnte passen (ALON S. (23); vgl. ZOHARY 1986, S.10). Das Hohelied steht und stand für die Liebe auch wenn sie in den Jahrhunderten in Bezug auf das Verhältnis von Christus zur Kirche bzw. den Menschen untereinander unterschiedlich interpretiert wurde. Mit seinem 1653 veröffentlichten „Sommergesang“: „Geh aus, mein Hertz, und suche Freud...“ spielt Paul Gerhardt (1607-1676) in der zweiten Strophe auf den Hinweis der Bergpredigt auf die „Lilien auf dem Felde“ an, welche schöner sind als die Bekleidung Salomons: „Narcissus und die Tulipan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seyde.“ ANDREA POLASCHEGG (2006, S. 36) kommt in ihrer Bewertung dieses Textes zu der bemerkenswerten Aussage: „Durch Gerhardts Erhebung der biblischen Lilie in den Adelsstand der Tulpe hebt er auch die für die theologische Aussage des Gleichnisses konstitutive Antithese zwischen Schlichtheit und Künstlichkeit, Armut und Reichtum, göttliche Sorge und menschlicher Besorgnis auf und verschiebt –und hierin liegt der für das Gedicht kompositorisch entscheidende Aspekt- das Gleichnisbild ins Höfische, weil schließlich „Tulipan“ und „Seide“ (v.12) im 17. Jahrhundert gleichermaßen der Spähre königlicher Prachtentfaltung angehören.“ Die Frühlingsblume weist mit ihrer Ausrichtung auf den Himmel, weswegen der Hintergrund der Tulpendarstellung auch blau gefasst ist, und steht somit für den Glauben an Gott. Die geschlossene Blüte mit dem innenliegenden geschützten Fruchtknoten mag als ein Symbol der Jungfräulichkeit, der Reinheit des Getauften angesehen werden, weswegen die Tulpendarstellung wohl auch mit der strahlenden Polimentvergoldung versehen wurde (vgl. SEGAL 2004, S. 75-77). Schon die ältere Darstellung der Tulpe in den Füllungsfeldern der Arkaden des Taufbeckens weist mit der zentralen Blaufassung der axialen Mitteltulpe auf den Himmel und mit den zur Erde geneigten erdfarbigen Blüten auf die Vergänglichkeit. Insofern ist es auch erklärlich, warum diese ältere Darstellung in die Neufassung des Taufbeckens Aufnahme fand. Erst als all diese Zusammenhänge in Vergessenheit gerieten, bekam das Taufbecken den entstellenden grauen Farbüberzug.

Der Schalldeckel der Renaissancekanzel der Kirche von Schluein. Die Bekrönung stellt nach niederländischem Vorbild ein dickbauchiges Gefäß mit großen Henkeln dar, in der  drei Tulpen stecken. Foto: M. KöhlerDie Renaissancekanzel der Kirche von Schluein, Schweiz, von 1690/1700. Foto: M. Köhler

Das Tulpenthema möchte ich abschließen mit einem interessanten Vergleich mit einer etwa zeitgleichen Tulpendarstellung in einem dickbäuchigen Gefäß mit Henkeln in der Dorfkirche in Schluein in der Schweiz. In der katholischen Kirche befindet sich eine Renaissancekanzel, deren Deckel von einer mit drei Tulpen bestückten holländischen Vase bekrönt wird.
(Freundlicher Hinweis von MARCUS KÖHLER).

 

 

 

Foto links: Der Schalldeckel der Renaissancekanzel der Kirche von Schluein. Die Bekrönung stellt nach niederländischem Vorbild ein dickbauchiges Gefäß mit großen Henkeln dar, in der  drei Tulpen stecken. Foto: M. Köhler

 

 

Die Haube des Taufbeckens nach der Restaurierung in der Fassung von 1681. Das etwas den Blick auf die goldenen Tulpenmotive verstellende Schweifwerk stammt noch von der Erstfassung von ca. 1639. Foto: Janko Barthold

Die umlaufende Beschriftung auf dem Haubensockel lautet: “Wie viele ewer getauft sind, die haben Christum angezogen. Gal. 3“. Die restauratorische Untersuchung hat eindeutig ergeben, dass die Beschriftung erst mit der Überarbeitung des Taufbeckens, also der Zweitfassung hinzukam, welche die Fassung Hans Georgs III. ist. Man darf das als Hinweis werten, dass Hans Georg III. über dieser Taufe in die Christenheit aufgenommen wurde. In der schon benannten Rede von Pastor Biltz nimmt er höchstwahrscheinlich deswegen auch Bezug darauf.

3. Bewertung

Das Taufbecken von Groß Glienicke ist ein Werk der Renaissance aus der Zeit um 1639. Es ist ein vollständig erhaltener liturgischer Gegenstand, der in seiner frühbarocken Überarbeitung von 1681 ebenfalls vollständig erhalten ist. Die Symbolik und die überlieferte Starkfarbigkeit stellen eine seltene Einheit dar, deren wissenschaftlichen Stellenwert jetzt noch gar nicht abschließend gewürdigt werden kann. Die aktuelle farbliche Gestaltung des Taufbeckens ist nach Befundlage aus dem Jahr 1681 rekonstruiert worden. Dabei handelt es sich um eine Überfassung, so dass alle Farbschichten erhalten sind, um späteren weiterführenden Untersuchungen in vollem Umfang zur Verfügung zu stehen; alles ist also reversibel gehalten. Lediglich eines der acht Felder des kelchartigen Fußes ist aus Anschauungsgründen restauriert worden.

Durch die enge Verbindung mit dem ausgeprägten Gestaltungswillen des Patronatsherren, auf den letztlich die heutige Fassung zurückzuführen ist, hat sie zusammen mit den anderen Ausstattungsstücken der Kirche aus jener Zeit auch einen hohen geschichtlichen Wert. Der Versuch, aus der Dorfkirche eine Familiengrablege zu machen und ihr dadurch einen dynastischen Stellenwert zukommen zu lassen, hat der Kirche zugleich einen hohen Stellenwert als Gesamtkunstwerk eingebracht. Die Innenraumgestaltung durch die Familie von Ribbeck hat mit der Zeit Hans Georgs III. ihren gestalterischen Höhepunkt erreicht, der durch keine der folgenden Gestaltungsmaßnahmen einen vergleichbaren Rang erzielte.

4. Denkmalpflegerische Zielstellung

Zum Abschluss der hier nur kurz dargelegten Zusammenhänge möchte ich auf die grundsätzliche Haltung der Denkmalpflege zur bisherigen und weiteren Restaurierung dieser Dorfkirche eingehen. Die wenigen Darlegungen haben hoffentlich gezeigt, dass die Umgestaltung Hans Georgs III. von Ribbeck der Kirche ein hochwertiges Glaubenszeugnis beschert hat in Form eines programmatischen Gesamtkunstwerkes, dessen ursprüngliche Schönheit sich allmählich immer deutlicher erschließt.  Als Ausdruck tiefer Frömmigkeit hat er die Zeugnisse der eigenen Familiengeschichte in seiner theologischen Auffassung zusammengefasst und letztlich damit auch den Ausgangspunkt für eine dynastische Betrachtungsebene geschaffen. Dass es ihm nur teilweise gelungen ist, diese Kirche auch die Bedeutung einer Familiengrablege beizumessen (nur 22 Särge der Familie von Ribbeck, angefangen mit ihm und seiner zweiten Frau liegen in der Kirche; die bedeutendere Grablege befindet sich jedoch in der St. Nikolaikirche in Spandau), ist nicht sein Versäumnis; das hat die Generation danach, hervorgerufen durch widrige wirtschaftliche Umstände, wohl nicht mehr zu leisten vermocht. Immerhin hat seine Frau ihm noch das bedeutende Epitaph gewidmet, welches Theodor Fontane als „eine vortreffliche Arbeit und in Auffassung wie technischer Durchführung“ als herausragend betonte (FONTANE, S. 621). Einer seiner Söhne hat dann seiner Mutter 46 Jahre nach ihrem Tod das dem Bildnis von Hans Georg III. gegenüber positionierte Epitaph gewidmet. Alles was danach der Kirche noch hinzugefügt wurde, sind heute zwar wichtige Zeugnisse der Kirchen- und Ortsgeschichte, erreichen aber nicht mehr die hohe Aussagekraft und Qualität wie jene aus der zuvor beschriebenen Zeit. So dürfte es unbestritten sein, dass wir gemeinsam uns bemühen sollten, diese wohl glanzvollste Zeit Groß Glienickes mit seiner Kirche entsprechend zu würdigen! Die nächste Aufgabe steht bevor: Die Restaurierung der Kanzel.

4. Literatur

Die Heilige Bibel / nach S. Herrn D. Martin Lutheri  Deutscher Dolmetschung / und Erklärung, Wittenberg 1681/82.

Die Bibel. Nach der Übersetzung Martin Luthers, Stuttgart 1985.

Der Physiologus. Tiere und ihre Symbolik. Übertragen und erläutert von OTTO SEEL. O.O. 2003

HENNIG, KURT, Hrsg. 1998: Jerusalemer Bibellexikon. 4. Aufl.. Neuhausen-Stuttgart.

  1. ALON, AZARIA o. J.: Blumen und Bäume im Heiligen Land. O.O.
  2. BAUMANN, NADINE 2008: Die Riten der Initiationssakramente in der Katholischen Kirche vom Tridentinum bis zum II. Vaticanum. In: Die Taufe. Einführung in Geschichte und Praxis, hrsgg. v. CHR: LANGE, C. LEONHARD u. R. OLBRICH. Darmstadt, S. 67-84..
  3. BEYER, FRANZ-HEINRICH 2009: Geheiligte Räume. Theologie, Geschichte und Symbolik des Kirchengebäudes. 2. durchgesehene Aufl.. Darmstadt.
  4. BILTZ, ANDREAS 1704: Christ- Adliche Gedächtnis-Predigt, welche Gott allein zu Ehren und dem Weyland Hoch-Würdigen und Wohlgebohrnen Herrn Hans Georg von Ribbeck ..., hrsgg. u. kommentiert von BERHARD SCHMIDT. In: ALMUT ANDREAE, KNUT KIESANT, MATTHIAS PALM, BERNHARD SCHMIDT, Hrsg., 2007 Adel verpflichtet. Johann Georg III. von Ribbeck (1639-1703). Berlin – Basel , S. 80-126.
  5. CORNEHL, PETER 2006: Zur Geschichte der evangelischen Taufe. In: Tausend Jahre Taufen in Mitteldeutschland. Eine Ausstellung der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und des Kirchenkreises Magdeburg im Dom zu Magdeburg 20. August bis 5. November 2006. Katalog hrssg. v. BETTINA SEYDERHELM i A.d. Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Regensburg S. 80-93.
  6. FONTANE; THEODOR o. J.: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Hrsgg. Von BODO VON PETERSDORF. Essen. Darin: Groß Glienicke, S. 621-622.
  7. GAGE, JOHN 1997: Kulturgeschichte der Farbe. Von der Antike bis zur Gegenwart. Übersetzt aus dem englischen von MAGDA MOSES u. BRAM OPSTELTEN. Ravensburg.
  8. GNEWUCH, GERD 1984: Die Geschichte der osthavelländischen Linie. In: GERD GNEWUCH u. HASSO LANCELLE 1984: Geschichte der Familie von Ribbeck – ein Beitrag zur brandenburgischen Landesgeschichte. Hrsgg. Im Auftrag d. Familie: DIETRICH VON RIBBECK u. FRIEDRICH-CARL VON RIBBECK. Bonn, S. 35-88.
  9. HAUSSHERR, REINER, Hrsg., 1977: Die Zeit der Staufer. Geschichte-Kunst-Kultur. Katalog zum 25-jährigen Bestehen des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart, Altes Schloß, vom 25. März bis 5. Juni 1977, Bd. I.. Cannstatt.
  10. LANCELLE, HASSO 1984: Die Geschichte der Familie von den Anfängen bis zur Teilung in die beiden heute bestehenden Linien. In: GERD GNEWUCH u. HASSO LANCELLE 1984: Geschichte der Familie von Ribbeck – ein Beitrag zur brandenburgischen Landesgeschichte. Hrsgg. Im Auftrag d. Familie: DIETRICH VON RIBBECK u. FRIEDRICH-CARL VON RIBBECK. Bonn, S. 9-34.
  11. LANGE, CHRISTIAN 2008: Gestaltung und Deutung der Christlichen Initiation in der alten Kirche. In: Die Taufe. Einführung in Geschichte und Praxis, hrsgg. v. CHR. LANGE, C. LEONHARD u. R. OLBRICH: Darmstadt, S. 1-28.
  12. PINGGÉRA, KARL 2008: Martin Luther und das evangelische Taufverständnis vom 16. bis 18. Jahrhundert. In: Die Taufe. Einführung in Geschichte und Praxis, hrssg. v. CHR. LANGE, C. LEONHARD u. R. OLBRICH: Darmstadt, S. 85-112.
  13. POLASCHEGG, ANDREA 2006: Zwischen Poetischen Wäldern und Paradiesgärtlein. Paul Gerhardts Sommergesang. In: WINFRIED BÖTTLER, Hrsg. 2006: Paul Gerhardt Erinnerung und Gegenwart. Beiträge zu Leben, Werk und Wirkung. Berlin, S. 21-40.
  14. POSCHARSKY, PETER 2006: Der Ort der Taufe. In: Tausend Jahre Taufen in Mitteldeutschland. Eine Ausstellung der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und des Kirchenkreises Magdeburg im Dom zu Magdeburg 20. August bis 5. November 2006. Katalog hrsgg. v. BETTINA SEYDERHELM i.A.d. Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen. Regensburg S. 21-27.
  15. SACHS, HANNELORE, ERNST BADSTÜBNER u. HELGA NEUMANN 1988: Christliche Ikonographie in Stichworten. 3. unveränd. Aufl. Leipzig.
  16. SCHULTE, KLAUS 2001: Gutsherrschaft und Kirchenpatronat. Patronatskirchen im Havelland. In: Die Herrenhäuser des Havellandes. Eine Dokumentation ihrer Geschichte bis in die Gegenwart, hrsgg. v. ALMUT ANDREAE und UDO GEISLER. Berlin S. 334-367.
  17. SEGAL, SAM 2004: Die Symbolik der Tulpe. In: Tulpomanie. Die Tulpe in der Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts, Hrsg. V. ANDRE VAN DER GOES. Katalog zur gleichen Ausstellung v. 8.Mai bis 8. August 2004 im Schloß Pillnitz. Zwolle, S. 67-77
  18. STREHLE, JUTTA 1995: Cranachwerke in Wittenberg. Eine Auswahl von 15 Werken des Künstlers. In: HEINRICH KÜHNE 1995: Lucas Cranach der Ältere in Wittenberg...(Biographien zur Reformation) 2. Aufl.. Wittenberg, S. 43-63.
  19. STROHMAIER-WIEDERANDERS, GERLINDE 2003: St. Gotthardt Brandenburg an der Havel. (Schnell, Kunstführer Nr. 2510). Regensburg.
  20. UNTERMANN, MATTHIAS 2009: Handbuch der mittelalterlichen Architektur. Darmstadt.
  21. VÄTERLEIN, CHRISTIAN u.a., Hrsg., 1977: Die Zeit der Staufer. Geschichte-Kunst-Kultur. Katalog zum 25-jährigen Bestehen des Landes Baden-Württemberg in Stuttgart, Altes Schloß, vom 25. März bis 5. Juni 1977, Bd. II. Cannstatt.
  22. ZOHARY, MICHAEL 1986: Pflanzen der Bibel: Vollständiges Handbuch. 2. durchges. u. erw. Aufl.. Stuttgart.

Da der abschließende Restaurierungsbericht zum Zeitpunkt des Vortrages noch nicht vorlag, bedanke ich  mich für Auskünfte über die restauratorischen Untersuchungsergebnisse bei Frau Kathrin Mikczas und Herrn Janko Barthold. Für  viele Hinweise danke ich Herrn Pfarrer Dr. Bernhard Schmidt und Herrn Prof. Dr. Marcus Köhler.

* Die ursprüngliche Fassung wurde für diese Veröffentlichung  überarbeitet.