Weil Luther über Buße schrieb, feiern wir Reformation!

Seit einem Jahr schon feiern wir das Reformationsgedenken. Was vor 500 Jahren von Wittenberg ausging, hat in der Tat Kirche wie Gesellschaft in unserem Land tiefgreifend verändert. Zwar war die Reformation an der Wende zwischen Mittelalter und Neuzeit eingebettet in einen langen Reformprozess; der 31. Oktober 1517 aber gilt als das Datum der Reformation.
Am Vorabend zu Allerheiligen soll der Augustiner Mönch und Bibelprofessor Martin Luther die berühmten 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirchentür angeschlagen haben.
„Unser Herr und Meister Jesus Christus wollte mit seinem Wort: „Tut Buße“ (Matth. 4,17), dass das ganze Leben der Gläubigen eine Buße sei. Man versteht dieses Wort falsch, wenn man es auf das von Zeit zu Zeit empfangene Sakrament der Buße bezieht.“ – so lauten Luthers ersten beiden Thesen, die wir wie eine Überschrift über alles weitere verstehen können. Aus diesen wenigen Worten haben gebildete Zeitgenossen Luthers sofort seine neue theologische Erkenntnis abgelesen und die Folgen erahnt, welche der Kirche des Mittelalters daraus erwachsen könnten.
Luther war sich sicher, dass der Mensch seinen Wert vor Gott nicht durch eigene Leistungen steigern kann. Kein Wallfahrten, kein Fasten, kein Geld macht uns vor Gott gerecht. Aber Gott in seiner Liebe rechnet unsere Schuld nicht an. Als Mensch unter Menschen hat er überwunden, was unüberwindbar ist: die Kluft zwischen Gott und Mensch, zwischen Tod und Leben. Dass wir also aus Gottes Gnade leben, sollen wir uns immer bewusst machen.
Das wollen wir tun – natürlich auch am Reformationsfest.
Dazu laden wir Sie herzlich ein zum Gottesdienst mit Abendmahl am 31. Oktober 2017 um 18 Uhr in unserer schönen Dorfkirche!